Hanns-Seidel-Stiftung thematisiert sexuelle Gewalt in bewaffneten Konflikten

Sexuelle Gewalt stellt in bewaffneten Konflikten eine Alltäglichkeit dar, die nur in den seltensten Fällen geahndet wird. Die Hanns-Seidel-Stiftung führte zu dem Thema eine Podiumsdiskussion durch. Die Regensburger Bundestagsabgeordnete Dr. Astrid Freudenstein hielt die Eröffnungsrede.

Freudenstein dankte zu Beginn der Hanns-Seidel-Stiftung und deren Vorsitzenden, Prof. Ursula Männle, für die Platzierung dieses wichtigen Themas. Viel zu oft werde das Problem tabuisiert. Die Abgeordnete warnte darüber hinaus davor, es als Normalität hinzunehmen: „Selbst wenn wir feststellen, dass sexuelle Gewalt vermutlich bereits seit Urzeiten in Kriegen als Waffe eingesetzt wird, kann daraus nicht folgen, dass wir sie als einen unvermeidlichen Bestandteil bewaffneter Konflikte begreifen.“ Genau wie man es auch bei anderen Mitteln der Kriegsführung geschafft habe, müsse man auch einen wirkungsvollen Weg zur Sanktionierung und damit zur Vermeidung sexueller Gewalt in bewaffneten Konflikten finden.

Die Podiumsdiskussion gab im Folgenden viele Impulse, welche Instrumente es geben könnte, um sexuelle Gewalt in Kriegen zu ächten und das Leid Betroffener zu mindern.

MdB Freudenstein begrüßt die Bestrebungen der HSS, das Thema mehr in die Öffentlichkeit zu bringen (Foto: FU Bayern).

2017-07-26T16:02:14+00:00 25.07.2017|